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  • AutorenbildFranziska Stebler

Die Entwicklung in zwei Dimensionen

Aktualisiert: 5. Jan.

Wer mich näher kennt weiss es, ich bin begeistert davon, mich persönlich immer weiterzuentwickeln. Ich bin sehr neugierig, neues kennenzulernen. Und ein bisschen unersättlich. Habe ich was verstanden, will ich bereits das nächste. Doch welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in einem Leben?


Eckhart Tolle bringt die möglichen Entwicklungspfade wunderbar auf den Punkt. In seiner Welt gibt es zwei Achsen der Entwicklung:

  • Die horizontale Entwicklung Sie findet in der zeitlichen Dimension statt. Sie findet oft im konzeptuellen (so nennt es Eckhart) Raum statt. Es ist die Entwicklung des Egos, das mit Gedanken und Konzepten gefüttert wird. Diese Entwicklung hat ihren Wert und Berechtigung. Viele Menschen erlangen in dieser Dimension in ihrem Leben in 1 - 2 Gebieten eine Meisterlichkeit. Und doch, auch bei grossen Erfolgen, spüren wir, etwas bleibt immer noch leer. Wir fühlen, es ist (noch) nicht stimmig.

  • Die vertikale Entwicklung Sie findet ohne Zeit im gegenwärtigen Moment statt. Es ist der Raum zwischen den Gedanken, die Stille, die Verbundenheit mit allem. Das formlose. Es ist das Wunder, das passiert, wenn unsere Achtsamkeit weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft ist und nicht abgelenkt durch die Gedanken ist. Sie ist genau hier und jetzt. Und plötzlich hat alles mehr Glanz, die Natur leuchtet, wir achten auf die Blume am Wegrand und sie erscheint uns so schön wie selten was. Oder der Blick in den Himmel öffnet unser Herz und wir spüren, da gibt es eine Kraft, die hält uns hier in diesem Augenblick. Es ist der Glanz über allem. Und sobald die Achtsamkeit zu den Gedanken abdriftet, ist der Moment vorüber.


Ich weiss, viele Menschen suchen in der horizontalen Ebene nach Erfüllung und Stimmigkeit. Und werden Sie dort nie 100 % finden. Die Erfüllung von Erfolg, Spiel, Alkohol, Kompetenz … ist jeweils von kurzer Dauer und der Wunsch danach ist riesig. Dies führt zu einem Suchtverhalten. Ein ständiges Suchen, nach mehr. Erst das Eintauchen in die vertikale Entwicklung macht das Leben rund, voll, ganz und stimmig.


Die westliche Welt, in der bereits im Kindergarten Nachhilfeunterricht in Mathematik angeboten wird, ist stark auf die horizontale Entwicklung fokussiert. Vor 20 Jahren musste man unbedingt einen Universitätsabschluss vorweisen können, sonst war «man» in der Perspektive der Gesellschaft nicht angesehen. Ausbildung und Weiterbildung hat auch heute noch einen hohen Stellenwert. Vieles in unserer Gesellschaft ist darauf ausgelegt, dass wir uns im Aussen Meisterlichkeit aneignen.


Die vertikale Entwicklung wurde noch vor 1–2 Generationen stiefmütterlich behandelt, ja teilweise abgewertet. Menschen, die sich öffentlich zur Entwicklungsreise nach innen bekundeten, wurden oftmals als fremd angeschaut, sie wurden in die Schublade des Spirituellen gesteckt.


Fernöstliche Praktiken, die helfen, sich über den Körper oder Geist mit dem Göttlichen / Spirit zu verbinden, sind heute anerkannter, aber in der grossen Masse noch nicht vollständig akzeptiert. Oder wann haben sie das letzte Mal in einer Tages-Zeitung einen Artikel über Meditation gelesen oder wurde bereits in den Abend-Nachrichten von der grossen inneren Freiheiten gesprochen, die durch Loslassen von Gefühlen wie Wut oder Ärger und Lebens-Geschichten erreicht werden kann? Ich jedenfalls kann mich nicht daran erinnern.


Die Entwicklung, dass sich die Neurowissenschaft, die Epigenetik, die Quantenphysik und die spirituellen Lehren jetzt verknüpfen, beziehungsweise die Forschung so weit fortgeschritten ist, dass es zu einer Verschmelzung kommt, finde ich wunderbar. Dr. Joe Dispenza (Werde übernatürlich, 2017), Eckhart Tolle (Jetzt, 1997) und weitere sind Pioniere, die unser aller Bewusstsein auf ein neues Level heben werden.


Ich bin dankbar, für mich auch diese vertikale Ebene entdeckt zu haben. Wobei Entdecken wohl nicht das richtige Wort ist. Viel mehr, war ich reif für diesen Entwicklungsschritt und das Leben hat mir entsprechende Impulse (Botschaften) gesendet. Keine Ahnung, wie viele davon ich bereits verpasst hatte. Aber als ich die Chance endlich ergriffen habe, hat sich mir ein neues Universum eröffnet. Dank meiner gereiften inneren Qualitäten hat sich meine Lebensqualität massiv verbessert. Ich schaue mir oft als Beobachterin beim Leben zu, übe mich darin, die Identifikation mit Gedanken, Gefühlen und mentalen Konstrukten loszulassen und verbinde mich, so oft es nur geht, bewusst mit der universellen Kraft.


Ich lebe nicht mehr grösser, schneller, besser, sondern tiefer, achtsamer und ruhiger. Und fühle eine Freiheit, die riesig ist. Ich fühle mich wie ein Adlerin auf einem hohen Berg, die in die klare, weite Ebene blickt, der Horizont ist ganz weit weg. Jetzt breitet sie ihre grossen, mächtigen Flügel aus, legt ihren Körper in den Wind und mit einem kleinen Hüpfer fliegt sie ins Unendliche. So fühle ich mich. Und dafür bin ich sehr dankbar.


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